...wir noch wach: Dann ist Gauck Bundespräsident
"Bild" hat schon einmal einen Liveticker eingerichtet. Morgen wählt die Bundesversammlung den Nachfolger von Christian Wulff, der am Donnerstag als Osnabrücker in der AWD-Arena ein tolles Spiel von Hannover 96 gesehen hat. Wer die Eintrittskarten für seine Frau und ihn bezahlte, erfahren wir wahrscheinlich auch noch.
Die 1042 Wahlfrauen und Wahlmänner sind bereits in Berlin, die Fraktionen treffen sich getrennt, um morgen größtmögliche Gemeinsamkeit zu demonstrieren. Für Otto Rehhagel als Wahlmann der Berliner CDU wird´s möglicherweise eine angenehme Abwechslung. Nach der wahrscheinlichen Niederlage gegen Bayern München kann er sich bei der Stimmabgabe für Joachim Gauck wieder als Sieger fühlen. Sollte Otto sogar zweimal gewinnen, wäre er der König von der Spree - womit der neue Bundespräsident wohl leben könnte.
Sobald die Wahl gelaufen ist, eilt Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Händeschütteln. So kommt sie schon einmal in Übung für die Glückwünsche, die sie auch nach den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein, in Nordrhein-Westfalen und im Saarland SPD und Grünen aussprechen muss, die nach dem Wulff-Rücktritt sogar die FDP für kurze Zeit wieder belebt haben. Noch vor der Fußball-Europameisterschaft ist die mausetot. Aber dann interessiert sich sowieso kaum noch jemand für Politik.
Samstag, 17. März 2012
Mittwoch, 14. März 2012
Holland in Not
Der Prinz auf der Kichererbse
Flieht der nächste Bundespräsident nach Holland? Wie Kaiser Wilhelm II. 1918 nach seiner Abdankung? Möglich machen will das sein Ururenkel Prinz Philip Kiril von Preußen, der sich in einer Beilage einer Zeitung, die manche Leute lesen, wenn sie Zeit haben, für die Wiedereinführung der Monarchie einsetzt. Einschließlich Weltkrieg?
Königsfamilien stehen für Stabilität, behauptet dieser Prinz auf der Kichererbse, denn: "Sie werden nicht per Misstrauensvotum oder durch Aufhebung der Immunität aus dem Amt gefegt." Das tue einem Land gut. Früher hat sich Philip Kiril die Zeit als evangelischer Pfarrer in Zehdenick bei Berlin vertrieben, jetzt redet er auch Stuss in Interviews.
Damit will er - wie jeder Kaiser das spielend leicht schafft - die Herzen der Menschen erreichen. Geschenke dagegen lehnt er ab. Das unterscheidet ihn von Christian Wulff wie auch dies: "Entweder (der Monarch) hätte alten Familienbesitz oder eine Apanage - und es wäre unter seiner Würde, von Freunden Geschenke anzunehmen." Hat sein Ururgroßvater auch nicht getan. Der sah sich von Feinden umzingelt, wetterte gegen „Sozialismus“, „Gelbe Gefahr“, „Slawische Flut“ und wähnte sich in einem „unvermeidlichen Gegensatz von Slawen und Germanen“. Nach dem Ersten Weltkrieg nannte man ihn einen Kriegsverbrecher.
Der Verdacht bleibt: Prinz Philip Kiril von Preußen hat vor diesem Interview mit dem Herausgeber der Zeitung zu viele Mentholzigaretten geraucht...
Flieht der nächste Bundespräsident nach Holland? Wie Kaiser Wilhelm II. 1918 nach seiner Abdankung? Möglich machen will das sein Ururenkel Prinz Philip Kiril von Preußen, der sich in einer Beilage einer Zeitung, die manche Leute lesen, wenn sie Zeit haben, für die Wiedereinführung der Monarchie einsetzt. Einschließlich Weltkrieg?
Königsfamilien stehen für Stabilität, behauptet dieser Prinz auf der Kichererbse, denn: "Sie werden nicht per Misstrauensvotum oder durch Aufhebung der Immunität aus dem Amt gefegt." Das tue einem Land gut. Früher hat sich Philip Kiril die Zeit als evangelischer Pfarrer in Zehdenick bei Berlin vertrieben, jetzt redet er auch Stuss in Interviews.
Damit will er - wie jeder Kaiser das spielend leicht schafft - die Herzen der Menschen erreichen. Geschenke dagegen lehnt er ab. Das unterscheidet ihn von Christian Wulff wie auch dies: "Entweder (der Monarch) hätte alten Familienbesitz oder eine Apanage - und es wäre unter seiner Würde, von Freunden Geschenke anzunehmen." Hat sein Ururgroßvater auch nicht getan. Der sah sich von Feinden umzingelt, wetterte gegen „Sozialismus“, „Gelbe Gefahr“, „Slawische Flut“ und wähnte sich in einem „unvermeidlichen Gegensatz von Slawen und Germanen“. Nach dem Ersten Weltkrieg nannte man ihn einen Kriegsverbrecher.
Der Verdacht bleibt: Prinz Philip Kiril von Preußen hat vor diesem Interview mit dem Herausgeber der Zeitung zu viele Mentholzigaretten geraucht...
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