Die Anziehungskraft jüngerer Männer
Auch Angela Merkel fliegt auf jüngere Männer. Deshalb nimmt sie heute nicht Abschied von Joachim Gauck, sie nimmt im Weißen Haus neben Donald Trump Platz. Dafür gibt es natürlich mehrere Gründe, die nicht nur in Joachim Gaucks Alter begründet sind.
Viele Falten im Fackelschein
Der Bundespräsident wird im Fackelschein verabschiedet. Deshalb hat in den vergangenen Tagen der Mann unserer Bundeskanzlerin eine Fackel gehalten, wenn Angela Merkel zu Bett ging. Dabei stellte er fest: "Man sieht jede deiner Falten. Ich wusste gar nicht, dass du so viele hast."
Keine Fackeln im Weißen Haus
Donald Trump versicherte unserer Bundeskanzlerin, dass er sie bei Medienterminen in bestes Licht tauchen lassen wird. Der US-Präsident hat in den vergangenen Tagen eine brennende Kerze in der Hand gehalten, wenn seine Frau zu Bett ging. Dabei stellte er fest: "Man sieht kaum eine Falte. Noch besser wird es, wenn ich die Kerze auspuste."
Falsches Lied
Mit "Eine feste Burg ist unser Gott" kann unsere Bundeskanzlerin nichts anfangen, dieses Lieblingslied von Joachim Gauck mag sie nicht. Angela Merkel hält sich für derart alternativlos, dass sie keine anderen Götter neben sich duldet.
Vielleicht neuer Job
Donald Trumps Berater kommen und fliegen, unserer Bundeskanzlerin sitzt Martin Schulz im Nacken. Da will sie sich in Washington schon einmal nach ihren Jobchancen erkundigen. Mit Fachwissen würde sie den US-Präsidenten nicht belästigen. Das hat sie nicht.
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Freitag, 17. März 2017
Freitag, 22. April 2016
Kurzatmig
Der Bundespräsident und das Strafgesetzbuch
Das Strafgesetzbuch darf nicht "kurzatmig" sein. Meint Bundespräsident Joachim Gauck in einem Rundfunkinterview. Deswegen ist er weiter für Majestätsbeleidigung. So lange sie bestraft wird. Wie möglicherweise demnächst ein schlechtes Gedicht über Erdogan. Schlechte Reden von Gauck sollen dagegen weiterhin erlaubt sein. Dafür müsste der § 103 des Strafgesetzbuches auch gar nicht abgeschafft werden.
"Kurzprozessig" ist dagegen die DDR gewesen, wenn es um die Kunst- und Pressefreiheit ging. Für Gauck scheint das etwas anderes zu sein als "kurzatmig". Also fordert der Bundespräsident erst einmal eine längere Phase des Nachdenkens über die Sinnhaftigkeit der Abschaffung der Majestätsbeleidigung als Straftatbestand. Wie lange diese Phase dauern soll, sagt Gauck nicht. Bis Jan Böhmermann das Gefängnis wieder verlassen darf?
Merkel bereut inzwischen, dass sie zu diesem Fall zu viel gesagt hat. Das wird dem Bundespräsidenten nie passieren...
Auch lesen: Keine Auslieferung
Das Strafgesetzbuch darf nicht "kurzatmig" sein. Meint Bundespräsident Joachim Gauck in einem Rundfunkinterview. Deswegen ist er weiter für Majestätsbeleidigung. So lange sie bestraft wird. Wie möglicherweise demnächst ein schlechtes Gedicht über Erdogan. Schlechte Reden von Gauck sollen dagegen weiterhin erlaubt sein. Dafür müsste der § 103 des Strafgesetzbuches auch gar nicht abgeschafft werden.
"Kurzprozessig" ist dagegen die DDR gewesen, wenn es um die Kunst- und Pressefreiheit ging. Für Gauck scheint das etwas anderes zu sein als "kurzatmig". Also fordert der Bundespräsident erst einmal eine längere Phase des Nachdenkens über die Sinnhaftigkeit der Abschaffung der Majestätsbeleidigung als Straftatbestand. Wie lange diese Phase dauern soll, sagt Gauck nicht. Bis Jan Böhmermann das Gefängnis wieder verlassen darf?
Merkel bereut inzwischen, dass sie zu diesem Fall zu viel gesagt hat. Das wird dem Bundespräsidenten nie passieren...
Auch lesen: Keine Auslieferung
Dienstag, 13. Oktober 2015
Merkel vs Gauck
Der Bundespräsident macht nur Worte
Die "Bild"-Zeitung hat sich mit der Bundeskanzlerin über das Flüchtlingsthema unterhalten. Zwei Zeitungsseiten wurden gestern dafür frei geschaufelt - Bundespräsident Joachim Gauck wurde von dieser Schaufel aber nur gestreift. Mit Bundes-Jochens Satz "Unser Herz ist weit, doch unsere Möglichkeiten sind endlich" konnte Merkel offenbar so viel anfangen wie die Flüchtlinge, die um ihr Leben rennen.
Die Reden des Bundespräsidenten kommentiere sie "grundsätzlich nicht", sagte Merkel, Gauck habe die "Macht der Worte", sie dagegen tue etwas. Die Reden von Bundes-Jochen nicht kommentieren, ist - so die Bundeskanzlerin - "guter Brauch zwischen den Verfassungsorganen". Zu Deutsch: einfach ignorieren.
Das ist sicherlich eine gute Entscheidung. Das Gedicht "Unser Herz ist weit" sollte dieser Staatsoberhaupt-Darsteller noch ein wenig umschreiben, dann kann er es in ein paar Wochen bei irgendeiner Weihnachtsfeier vortragen.
Die "Bild"-Zeitung hat sich mit der Bundeskanzlerin über das Flüchtlingsthema unterhalten. Zwei Zeitungsseiten wurden gestern dafür frei geschaufelt - Bundespräsident Joachim Gauck wurde von dieser Schaufel aber nur gestreift. Mit Bundes-Jochens Satz "Unser Herz ist weit, doch unsere Möglichkeiten sind endlich" konnte Merkel offenbar so viel anfangen wie die Flüchtlinge, die um ihr Leben rennen.
Die Reden des Bundespräsidenten kommentiere sie "grundsätzlich nicht", sagte Merkel, Gauck habe die "Macht der Worte", sie dagegen tue etwas. Die Reden von Bundes-Jochen nicht kommentieren, ist - so die Bundeskanzlerin - "guter Brauch zwischen den Verfassungsorganen". Zu Deutsch: einfach ignorieren.
Das ist sicherlich eine gute Entscheidung. Das Gedicht "Unser Herz ist weit" sollte dieser Staatsoberhaupt-Darsteller noch ein wenig umschreiben, dann kann er es in ein paar Wochen bei irgendeiner Weihnachtsfeier vortragen.
Donnerstag, 3. Oktober 2013
Sonniges Gemüt
Gauck so mittelmäßig wie Deutschland
Auf diesen Mann kann Deutschland nicht mehr verzichten. In Stuttgart hat Joachim Gauck Gegnern des Bahnhofsprojekts zugerufen: "Aber heute scheint die Sonne." Ein durchaus wichtiger Hinweis, denn die Sonne ist schon immer genauso schnell in Ulm gewesen wie in Stuttgart, wo dieses Jahr die Einheitsfeier auch von Politikerinnen und Politikern besucht wurde, die mit dem Fall der Mauer gar nichts zu tun hatten. Deswegen durfte nicht nur Bundespräsident Joachim Gauck teilnehmen, sondern auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die verließen das DDR-Bett zwar erst, als das Volk die Beine weggesägt hatte, aber weich gefallen sind sie dennoch.
Trotzdem hat Gauck Sorgen. Er sorgt sich um die Rolle Deutschlands in der Welt. Die dürfe nicht zu klein ausfallen, zu groß aber auch nicht. Mittelmäßig würde ihm reichen. Ein guter Mann stellt nie höhere Ansprüche an ein Land als an sich selbst. Nur abseits stehen, wenn man sich irgendwo die Köpfe einschlägt, das dürfe nicht mehr sein.
Ist aber schon lange nicht mehr, kann der Bundespräsident beruhigt werden. Seit Merkel regiert, steigen die Rüstungsexporte in Krisenregionen. Geliefert werden immer nur gute Waffen - wie seinerzeit in der DDR. Dort ist auch jeder Panzer gut und jeder Panzer jenseits der Mauer schlecht gewesen.
Warum sich Merkel so lange gegen Gauck als Bundespräsident gesperrt hat, wird immer rätselhafter. Der Mann lässt sich von keinem Filmemacher bestechen. Der besticht mit klaren Aussagen zum Wetter. Die durchaus als scharfe Kritik an der Bahn verstanden werden können. Die hat schließlich lange mit dem Slogan "Alle reden vom Wetter, wir nicht" geworben.
Auf diesen Mann kann Deutschland nicht mehr verzichten. In Stuttgart hat Joachim Gauck Gegnern des Bahnhofsprojekts zugerufen: "Aber heute scheint die Sonne." Ein durchaus wichtiger Hinweis, denn die Sonne ist schon immer genauso schnell in Ulm gewesen wie in Stuttgart, wo dieses Jahr die Einheitsfeier auch von Politikerinnen und Politikern besucht wurde, die mit dem Fall der Mauer gar nichts zu tun hatten. Deswegen durfte nicht nur Bundespräsident Joachim Gauck teilnehmen, sondern auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die verließen das DDR-Bett zwar erst, als das Volk die Beine weggesägt hatte, aber weich gefallen sind sie dennoch.
Trotzdem hat Gauck Sorgen. Er sorgt sich um die Rolle Deutschlands in der Welt. Die dürfe nicht zu klein ausfallen, zu groß aber auch nicht. Mittelmäßig würde ihm reichen. Ein guter Mann stellt nie höhere Ansprüche an ein Land als an sich selbst. Nur abseits stehen, wenn man sich irgendwo die Köpfe einschlägt, das dürfe nicht mehr sein.
Ist aber schon lange nicht mehr, kann der Bundespräsident beruhigt werden. Seit Merkel regiert, steigen die Rüstungsexporte in Krisenregionen. Geliefert werden immer nur gute Waffen - wie seinerzeit in der DDR. Dort ist auch jeder Panzer gut und jeder Panzer jenseits der Mauer schlecht gewesen.
Warum sich Merkel so lange gegen Gauck als Bundespräsident gesperrt hat, wird immer rätselhafter. Der Mann lässt sich von keinem Filmemacher bestechen. Der besticht mit klaren Aussagen zum Wetter. Die durchaus als scharfe Kritik an der Bahn verstanden werden können. Die hat schließlich lange mit dem Slogan "Alle reden vom Wetter, wir nicht" geworben.
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