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Sonntag, 14. Februar 2016

Aufgelesen

Gauck kein Bürgerrechtler
Die Verantwortlichen der Kirche wurden den Verdacht nicht los, dass hier politischer Leichtsinn Platz greift. Der Staat könnte gereizt werden und andere kirchliche Arbeitsfelder behindern. Ein führender Kirchenmann bat, man möge doch immer daran denken, dass durch öffentliche Äußerungen von Gruppenmitgliedern staatliche Stellen nicht das Gesicht verlieren dürften. Eine spannungsvolle Geschichte: Die Kirchenoberen bremsten, die Aufmüpfigen drängten. Gauck ist nie dadurch aufgefallen, dass er gedrängt hat.
Es entstand eine winzig kleine alternative Bewegung im real existierenden Sozialismus. In den Augen der Stasi gehörten nie mehr als 3000 bis 4000 Menschen dazu. Die DDR hatte 16 Millionen Einwohner. Trotzdem beunruhigte sie die weltliche Obrigkeit. Die Gruppen entwickelten das Netzwerk "Frieden konkret", dessen Vertreter sich einmal im Jahr trafen. Aus dieser Bewegung kamen die Leute, die man heute die Bürgerrechtler nennt. Sie forderten die Demokratisierung des sozialistischen Staates. Ich war von Anfang an dabei. Von Gauck habe ich in dieser Zeit nie etwas gehört.
Süddeutsche Zeitung, 27. Februar 2012
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Mittwoch, 16. Juni 2010

Stasi-Privilegien

16. Juni 2010
Gauck und die Linke

In den Umfragen von "stern" und ARD führt weiter Joachim Gauck, über 40 Prozent der Deutschen würden den 70-Jährigen wählen, Wulff hinkt einige Prozentpunkte hinterher.

Derweil übt Oskar Lafontaine weiter Kritik.

Wörtliches Zitat aus einem Interview mit stern.de: "Dabei wissen die Ostdeutschen, dass der protestantische Pfarrer Gauck durchaus zu jenen gehört hat, die von der Staatssicherheit auch Privilegien erhalten haben." Daraus wolle er dem Kandidaten von SPD und Grünen aber keinen Vorwurf machen.

Gauck reagierte in scharfer Form und sprach von Unterstellungen.