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Montag, 31. Januar 2022
Intro
Wirklich?
Das deutsche Volk bekommt einen neuen Bundespräsidenten
Heute hat mich jemand in Funchal gefragt, ob er seinen Urlaub abbrechen müsse, weil am 13. Februar ein neuer Bundespräsident gewählt werde.
"Falls das wirklich der Fall sein sollte", antwortete ich, "müssen Sie nicht vorzeitig abreisen. Der Bundespräsident wird nicht vom Volk gewählt."
"Wie die Bundeskanzlerin. Deswegen war sie auch so lange im Amt, bis sie gesagt hat, dass sie nicht mehr will."
"Wie heißt eigentlich der alte Bundespräsident?", kehrte ich zum eigentlichen Thema zurück.
"Keine Ahnung."
"Und Sie glauben, dass Sie beim nächsten Bundespräsidenten wüssten, wie der heißt?"
"Sie haben recht", beendete der deutsche Madeira-Tourist in kurzen Hosen das Gespräch. "Ich breche meinen Urlaub nicht ab."+
Mittwoch, 9. Oktober 2019
Wertschätzung
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| Erschienen bei Amazon als Print und als e-book. Hier bestellen |
Jedes Jahr das gleiche am "Tag der deutschen Einheit": Mutti ist gut einen Monat später beim Mauerfall mit einer Freundin in der Sauna. Frank Walter Steinmeier liest als Bundespräsident die Reden von Joachim Gauck vor, die Gauck von Christian Wulff vorgelesen hat. Neu ist nur das Wort Wertschätzung.
Mit Wertschätzung würde laut Steinmeier die Mauer endgültig fallen. Merkel müsste nie wieder mit ihrer Freundin in die Sauna gehen und als noch besserer Langweiler würde der österreichische Bundespräsident Alexander van der Bellen den Wulff/Gauck/Steinmeier (Kurzform WuGSt) geben.
Doch: Was ist eigentlich Wertschätzung? Warum soll sie so wichtig sein? Laut WuGSt führt Wertschätzung zur Annäherung. Verstanden. Hab ich selbst erlebt. Eine Frau aus Sachsen lädt mich ein, sie zeigt mir ihre Pension, weist mir kostenlos das Zimmer 14 zu und fragt mich, neben mir auf einem Sofa sitzend, nach welcher Zeit ich den schnellsten Sex meines Lebens gehabt hätte. Meine Antwort: "Nach vier Stunden."
Wir plaudern weiter. Nach vier Stunden steht sie auf und zieht sich aus. "Rekord eingestellt", sagt sie. Und schon ist zusammengewachsen, was zusammen gehört...Diese Wertschätzung hat übrigens viel Spaß gemacht.
Sonntag, 14. Januar 2018
Nichtssagend
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| Ich sag dann mal nix. |
Der "Focus" feiert in diesen Tagen sein 25-jähriges Bestehen, die Krönung der Jubiläums-Ausgabe soll ein Interview mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier sein. Das beginnt auf Seite 36 und endet leider nicht schon auf Seite 37, sondern erst auf Seite 44. Seite für Seite fragt man sich, was die Reden-Schreiber des 12. Bundespräsidenten eigentlich verdienen. Mehr als eine Zigarettenschachtel im Monat kann es nicht sein. Für die Heizung in ihren Büro müssen sie wahrscheinlich selbst zahlen.
Die klügsten Sätze von Steinmeier werden vom "Focus" hervorgehoben.
Auf Seite 40 "Wäre unser Land wirklich mit sich im Reinen gewesen, wenn die Grenzen geschlossen worden wären? Ich glaube nicht." Die offenen Grenzen von 2015 sind so rein wie das abgeschottete Europa von 2018?
Auf Seite 42 "Kohl hat nicht auf die Zweifler gehört, sondern erkannt, dass das Fenster der Geschichte einen Spalt weit aufgegangen ist." Spalten zwischen Fenster und Rahmen erkennt man eigentlich daran, dass es zieht. Daran zweifelt meistens niemand.
Auf Seite 43 "Es darf nicht zu einer Arbeitsteilung kommen zwischen denen, die die Vorteile der Digitalisierung abschöpfen, und denen, die bezahlen." Abschöpfen ist arbeitsteiliger denn bezahlen? Vielleicht sollte Steinmeier Rätselhefte herausgeben.
Auf Seite 44 "Wir sind eines der wenigen Länder, das entgegen manchen Befürchtungen nach wie vor über eine stabile Mittelschicht verfügt." Das ist nicht nur schlechtes Deutsch, das ist auch gegen jede Kartellabsprache.
Wäre ich Steinmeier, würde ich den Reden-Schreibern die Hälfte der Zigarettenration streichen. Sagen würde ich nichts. Das kann Steinmeier allerdings besser als ich.
Freitag, 17. März 2017
Donald statt Joachim
Auch Angela Merkel fliegt auf jüngere Männer. Deshalb nimmt sie heute nicht Abschied von Joachim Gauck, sie nimmt im Weißen Haus neben Donald Trump Platz. Dafür gibt es natürlich mehrere Gründe, die nicht nur in Joachim Gaucks Alter begründet sind.
Viele Falten im Fackelschein
Der Bundespräsident wird im Fackelschein verabschiedet. Deshalb hat in den vergangenen Tagen der Mann unserer Bundeskanzlerin eine Fackel gehalten, wenn Angela Merkel zu Bett ging. Dabei stellte er fest: "Man sieht jede deiner Falten. Ich wusste gar nicht, dass du so viele hast."
Keine Fackeln im Weißen Haus
Donald Trump versicherte unserer Bundeskanzlerin, dass er sie bei Medienterminen in bestes Licht tauchen lassen wird. Der US-Präsident hat in den vergangenen Tagen eine brennende Kerze in der Hand gehalten, wenn seine Frau zu Bett ging. Dabei stellte er fest: "Man sieht kaum eine Falte. Noch besser wird es, wenn ich die Kerze auspuste."
Falsches Lied
Mit "Eine feste Burg ist unser Gott" kann unsere Bundeskanzlerin nichts anfangen, dieses Lieblingslied von Joachim Gauck mag sie nicht. Angela Merkel hält sich für derart alternativlos, dass sie keine anderen Götter neben sich duldet.
Vielleicht neuer Job
Donald Trumps Berater kommen und fliegen, unserer Bundeskanzlerin sitzt Martin Schulz im Nacken. Da will sie sich in Washington schon einmal nach ihren Jobchancen erkundigen. Mit Fachwissen würde sie den US-Präsidenten nicht belästigen. Das hat sie nicht.
Sonntag, 12. Februar 2017
Vom Steinmeier
Nach seiner Wahl hat der Frank-Walter erst einmal einen Roman vorgelesen, ist aber trotzdem kein Herzog drin vorgekommen. Nur Landsleute, die ihre Chancen nutzen sollen. Also: In die SPD eintreten, Außenminister werden, dann Bundespräsident. Tellerwäscher werden und dann Millionär ginge natürlich auch. Hat Frank-Walter aber nicht verraten. Den ersten Armutsforscher hat er aber trotzdem schon geschlagen.
Montag, 14. November 2016
Weltoffener Steinmeier
Zur Nominierung von Frank Walter Steinmeier als Kandidat zur Wahl des
Bundespräsidenten erklären Simone Peter und Cem Özdemir, Bundesvorsitzende, sowie Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter,
Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Nach monatelangem internen Streit nominiert die große Koalition Frank
Walter Steinmeier als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten.
Frank Walter Steinmeier ist ein respektabler Kandidat für das Amt,
weltoffen und verbindend, auch wenn wir nicht mit all seinen Positionen
einverstanden sind. Als Grüne werden wir den Kandidaten Steinmeier zu
einem Gespräch einladen, um mit ihm über seine Vorstellungen von
gesellschaftlichem Zusammenhalt, die Rolle Deutschlands in der Welt, das
gemeinsame Europa und die existenzielle Verantwortung für das Weltklima
zu reden."
Mittwoch, 9. November 2016
Laber-Acki
Laber-Acki ist nur noch wenige Wochen im Amt, dennoch lässt er immer noch einiges ab. Also schreibt Joachim Gauck an Donald Trump:
"Zu Ihrer Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gratuliere ich Ihnen, auch im Namen meiner Landsleute."
Hör mal zu, Laber-Acki, lass mich aus dem Spiel. Und schreib die Wahrheit, die da lautet "...auch im Namen der AfD".
"Gemeinsame Werte begründen die langjährige, solide Freundschaft unserer Völker. Der außerordentliche Beistand, den die Vereinigten Staaten von Amerika Deutschland geleistet haben, wann immer es um die Freiheit und Einheit unseres Landes ging, bleibt unvergessen. Unsere vertrauensvolle und intensive Zusammenarbeit wird auch in Zukunft von zentraler Bedeutung für die Bewältigung der globalen Herausforderungen sein."
Also wirklich, Laber-Acki. Wann hast du das letzte Mal in ein Geschichtsbuch geschaut? Als die DDR die Mauer gebaut hat, ist das John F. Kennedy doch lieber gewesen als Krieg. Die Einheit möglich gemacht hat letzten Endes ein gewisser Gorbatschow, den man zu diesem Zwecke aber hereingelegt hat mit dem Versprechen, dass die NATO ihren Einflussbereich nicht in Richtung Osten vergrößern werde. Gorbatschow ist übrigens nie Präsident der USA gewesen.
"Das transatlantische Verhältnis bleibt für Deutschland ein entscheidender Pfeiler unserer Politik. Deutschland wird weiterhin ein verlässlicher Freund und Allianzpartner beim Einsatz für Freiheit, Frieden, Wohlstand und unsere Umwelt sein."
Nicht dein Ernst, Laber-Acki! Donald Trump verpestet die Umwelt nicht nur mit Pöbeleien gegen Frauen, Minderheiten und Menschen, die auf der Flucht sind. Er will auch Mauerbauer werden.
"In einer Zeit, in der unsere demokratischen Gesellschaften vielfach in Frage gestellt werden und Krisen in vielen Regionen der Welt den Frieden bedrohen, ist es wichtiger denn je, dass die Vertreter transatlantischer Werte und Überzeugungen verstärkt gemeinsam Verantwortung übernehmen."
Versteh ich nicht, Laber-Acki! Erst gratulierst du Donald Trump "auch im Namen der AfD" (die Behauptung "auch im Namen meiner Landsleute" ist doch schlicht eine dreiste Lüge) und stellst so selbst die Demokratie infrage und dann willst du auch noch "verstärkt" und "gemeinsam" Verantwortung übernehmen. Ist das eine Drohung?
"Für die vor Ihnen liegenden Aufgaben wünsche ich Ihnen Glück, Erfolg und Gottes Segen."
Das ist Blasphemie, Laber-Acki! Was oder wen Gott segnet, solltest du einmal in der Bibel nachlesen. Das ist dieses dicke Buch, das vor längerer Zeit von einem gewissen Martin Luther übersetzt worden ist. Den Namen schon einmal gehört? Und: Schon einmal den Satz "Was du einem meiner Geringsten getan hast, das hast du mir getan" gelesen?
Ich sag dir mal eins: Du laberst noch den Letzten aus der Kirche...
Montag, 3. Oktober 2016
Wenn das so weitergeht
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| Hat derzeit keine Gegenwart. |
Sie wollen Ihren Nachbar loswerden und wohnen nicht in Berlin? Dann schlagen Sie Ihren Nachbar doch als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten vor. Die Chancen, dass er gewählt wird, stünden nicht schlecht.
Union und SPD können sich nämlich nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen, obwohl der allein mit den Stimmen von Union und SPD in der Bundesversammlung gar nicht die Mehrheit bekäme. Die Chance, einen auffällig Gewordenen zu verbraten, wird also von den beiden ehemaligen "Volksparteien" vertan.
Bei einer emnid-Umfrage im Auftrag der "Bild am Sonntag" favorisieren 39 Prozent Frank-Walter Steinmeier. Der derzeitige SPD-Außenminister wäre sicherlich als Bundespräsident geeignet, weil ihm nicht einmal die Pöbeleien der sächsischen Pegida an die Nieren gehen würden, denn Steinmeier hat nur noch eine Niere.
29 Prozent sind für Wolfgang Schäuble. Doch der derzeitige CDU-Finanzminister wäre ein eher langweiliger Bundespräsident, weil mit Christian Wulff bereits eine "schwarze Null" Bundespräsident gewesen ist.
Warum 28 Prozent Winfried Kretschmann wollen, weiß eigentlich niemand. Stuttgart 21 wird auch ohne den derzeitigen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg als Bundespräsident genauso wenig fertig wie der Berliner Flughafen. Das Sprichwort "Spätzle in der Küche sind besser als kein Essen in der Stube" zieht also nicht.
Da Ursula von der Leyen in jeder Umfrage auftaucht, lassen wir sie als Kandidatin gleich wieder untertauchen und der auf Platz 6 stehende Norbert Lammert hat schon als Bundestagspräsident so viele Montblanc-Füller gebunkert, dass er durchaus bleiben kann, was er ist.
Der interessanteste Vorschlag steht bei dieser emnid-Umfrage auf Platz 8. Für Günther Jauch spricht durchaus einiges: Er kann Manuskripte fehlerfrei vorlesen, einen gebildeten Eindruck machen und bei allen beliebt sein. Wenn in einem Stadion ein Tor fällt, beweist er Schlagfertigkeit, wenn in seiner Quiz-Show jemand eine Millionen gewinnt, freut er sich, als hätte er selbst keine.
Doch: Der Mann ist zu jung. Wir können uns einen vierten ehemaligen Bundespräsidenten, der nach dem Ausscheiden aus dem Amt eine sechsstellige Pension bekommt, einfach nicht leisten.
Bleibt als Kandidat also nur irgendein Nachbar...Vielleicht Ihrer!
Montag, 25. Juli 2016
Der erste Kandidat
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| Alexander Hold. |
München. Die Freien Wähler nominieren den bekannten Kemptener Juristen, Kommunalpolitiker und TV-Richter Alexander Hold (54) für das Amt des Bundespräsidenten. Hold werde sich bei der nächsten Bundesversammlung am 12. Februar 2017 in Berlin den mehr als 1.200 Stimmberechtigten zur Wahl stellen, kündigte der Bundesvorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, in München an.
Aiwanger weiter: „Alexander Hold ist ein Glücksfall für unser Land. Als verantwortungsvoller Richter und engagierter Kommunalpolitiker der Freien Wähler hat er sich über alle Parteigrenzen hinweg einen hervorragenden Ruf erworben. In vielen Jahren als beliebter und populärer TV-Richter ist er bundesweit bekannt und genießt bei den Bürgern ein hohes Vertrauen. Gerade in Zeiten, da bei manchen Bürgern Zweifel wachsen, ob Recht und Gesetz geachtet und verteidigt werden, bringt ein Richter und Kommunalpolitiker wichtige Voraussetzungen für unser höchstes Staatsamt mit."
Die Freien Wähler bieten mit der Nominierung Holds eine bürgerlich-vernünftige Alternative zu den Wahlvorschlägen anderer Parteien. „Wir werden keinen Kandidaten der anderen Parteien mittragen, der nach unwürdiger rot-rot-grüner Kungelei vorgeschlagen wird“, sagt Aiwanger. „Wir sind eine politische Kraft der bürgerlichen Mitte und waren mit unseren Stimmen bereits bei der Bundesversammlung 2009 das ‚Zünglein an der Waage‘. Ohne die Stimmen der Freien Wähler wäre der damalige Bundespräsident Horst Köhler nicht im ersten Wahlgang wiedergewählt worden.“
Alexander Hold zeigte sich geehrt über das ihm entgegengebrachte Vertrauen: „Unabhängig, sachbezogen und bürgernah – dieser Politikstil, für den die Freien Wähler stehen, muss in unserem Land wieder zum Maßstab werden. Das wünschen sich die Bürger, damit Deutschland seine Zukunftsaufgaben erfolgreich bewältigen kann. Genau das werde ich in den kommenden Monaten als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten deutlich machen. Auch wenn ich meine Erfolgschancen realistisch einschätze, nehme ich meine Kandidatur mit großer Ernsthaftigkeit an. Schon wenn es gelingt, sachorientierter Vernunft wieder mehr Gehör zu verschaffen als populistischen Parolen, ist viel gewonnen für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes.“
Mittwoch, 8. Juni 2016
Wie muss er sein?
Wie muss der neue Bundespräsident sein? Wofür muss er stehen? Darüber wird in den Parteien und in den Medien diskutiert. Einig sind sich Politiker und Journalisten, dass der Neue in große Fußstapfen tritt. Die stammen veröffentlichter Meinung zufolge von Joachim Gauck, wer immer das auch sein mag.
Hingewiesen wird zudem darauf, dass die Wahl des Bundespräsidenten im nächsten Jahr Signalwirkung hat. Mache jemand aus Bayern das Rennen, dann könne das Amt zukünftig vernachlässigt werden, schaffe es ein Hamburger, dann sei Helmut Schmidt doch nicht tot.
Aus der CDU hört man bereits mehrere Namen, die SPD ist sich noch nicht einig, wem sie schaden soll. Dem Außenminister geht das schon gehörig auf die Nieren, die er mit seiner Frau geteilt hat. Steinmeier möchte gern der zweitbeliebteste Politiker Deutschlands bleiben, als Bundespräsident wäre er zwar der beliebteste Bundespräsident, aber da es davon nur einen gibt, hat das bekanntlich sogar Gauck geschafft.
Aus dem Schatten der Vergessenheit tritt inzwischen Christian Wulff heraus, der als Bundespräsident für die Steuerzahler nur etwas teurer wäre als jetzt schon als ehemaliger Bundespräsident. Was sonst noch für ihn spricht, spricht Wulff in einer der bekanntesten Publikationen Deutschlands aus. Hier klicken
Samstag, 4. Juni 2016
Gauck geht
"Bild" hat´s gegeben, "Bild" hat´s genommen. Joachim Gauck geht, ohne den "Bild"-Herausgeber Kai Diekmann auch nur einmal am Telefon belästigt zu haben, während der Anrufbeantworter lief. Und für wen gilt nächstes Jahr "Yes, we Gauck" inclusive Radtour zum ersten Vorstellungsgespräch bei "Bild am Sonntag"?
Wird es die Uschi, die Gaucks Forderung nach einem starken Deutschland mit der Entschärfung der Bundeswehr-Waffen unterlaufen hat? Geographisch betrachtet müsste sie eigentlich Merkels erst Wahl sein. Von Burgdorf aus könnte sie bei Kummer nach Großburgwedel zum Christian radeln, statt weiterhin auf der Kanzlerin Schoß herumzusitzen.
Oder macht es der Horst Seehofer, den Merkel so als Schutzheiligen der ertrinkenden Flüchtlinge im Mittelmeer um jede politische Wirkung bringen könnte? Die Balkan-Route ist schließlich dicht, dafür braucht sie ihn nicht mehr.
Hat auch die SPD ein As im Ärmel, das wie Gauck schnell zur Karo Sieben werden könnte? Hat sie nicht. Das sind jetzt schon alles Karo Sieben. Außer Klaus Wowereit. Der würde ein Glanzlicht setzen, wenn er kurz vor Ende seiner zweiten Amtszeit als Bundespräsident erklären könnte: "Nächstes Jahr wird der Berliner Flughafen wirklich fertig."
Freitag, 22. April 2016
Kurzatmig
Das Strafgesetzbuch darf nicht "kurzatmig" sein. Meint Bundespräsident Joachim Gauck in einem Rundfunkinterview. Deswegen ist er weiter für Majestätsbeleidigung. So lange sie bestraft wird. Wie möglicherweise demnächst ein schlechtes Gedicht über Erdogan. Schlechte Reden von Gauck sollen dagegen weiterhin erlaubt sein. Dafür müsste der § 103 des Strafgesetzbuches auch gar nicht abgeschafft werden.
"Kurzprozessig" ist dagegen die DDR gewesen, wenn es um die Kunst- und Pressefreiheit ging. Für Gauck scheint das etwas anderes zu sein als "kurzatmig". Also fordert der Bundespräsident erst einmal eine längere Phase des Nachdenkens über die Sinnhaftigkeit der Abschaffung der Majestätsbeleidigung als Straftatbestand. Wie lange diese Phase dauern soll, sagt Gauck nicht. Bis Jan Böhmermann das Gefängnis wieder verlassen darf?
Merkel bereut inzwischen, dass sie zu diesem Fall zu viel gesagt hat. Das wird dem Bundespräsidenten nie passieren...
Auch lesen: Keine Auslieferung
Dienstag, 1. März 2016
Asylpaket II stoppen
Anfang Februar 2016 hat Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, bereits an Bundeskanzlerin Angela Merkel und an die Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen geschrieben. Er protestierte gegen das Asylpaket II, das gegen internationale Abkommen und gegen das Grundgesetz verstoße. In der Verfassung werde die Ehe und die Familie unter besonderen Schutz gestellt.
Gestern schrieb Heinz Hilgers auch an den Bundespräsidenten, Joachim Gauck müsse das Asylpaket II stoppen, das Recht auf Familiennachzug dürfe für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutz nicht für zwei Jahre ausgesetzt werden. Das widerspreche "dem Geist und dem Artikel 10 (Familienzusammenführung), 18 (Verantwortung für das Kindeswohl) und 22 (Flüchtlingskinder) der UN-Kinderrechtskonvention, Artikel 6 des Grundgesetzes, Artikel 6 des Europäischen Übereinkommens über den Umgang der Verantwortung für Flüchtlinge, Artikel 5 der Frauenrechtskonvention und Artikel 24 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union".
"Für Kinder ist der Familienzusammenhalt während des Krieges, auf der Flucht und beim Ankommen das Wichtigste", fügte der Kinderschutzbund-Präsident hinzu. Eine "gewaltsame Trennung" könne bei den Kindern zu psychischen Störungen führen, "Ungewissheit, Unsicherheit und geringe Zuversicht" könnten eine weitere Traumatisierung zur Folge haben. Heinz Hilgers fürchtet "in vielen Fällen irreparable" Schäden.
Mittwoch, 23. Dezember 2015
Gauck auf Arabisch
Die Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz hat auf ihren Wunschzettel geschrieben: "Die Ansprache von Gauck auf Arabisch." Denn in diesem Jahr seien Flüchtlinge das Thema - und die sollten verstehen, was der Bundespräsident ihnen zu sagen hat. Flüchtlinge sollen also schaffen, was bis heute kaum einem Deutschen gelungen ist.
Dafür müssen Anreize geschaffen und Bedingungen gestellt werden:
1. Jeder Flüchtling, der sich die Rede von Gauck anhört, bekommt Bleiberecht, bis er die Ansprache verstanden hat - also auf Lebenszeit.
2. Jeder Flüchtling muss mitzählen, wie oft der Bundespräsident das Wort "Freiheit" benutzt, damit er nie wieder vergisst, worauf es in Deutschland ankommt. Kleiner Tipp:
Jede Antwort unter 100 ist falsch.
3. Jeder Flüchtling muss nicht nur sich selbst, sondern auch seine Kinder so lange wach halten, bis auch der letzte Deutsche längst eingeschlafen ist. Das kann bis zu fünf Minuten dauern.
4. Die Kinder der Flüchtlinge müssen am nächsten Tag ein Bild von Gauck malen, das sie an die Integrationsbeauftragte schicken. Das Kennwort lautet
بقي مستيقظا
Dienstag, 13. Oktober 2015
Merkel vs Gauck
Die "Bild"-Zeitung hat sich mit der Bundeskanzlerin über das Flüchtlingsthema unterhalten. Zwei Zeitungsseiten wurden gestern dafür frei geschaufelt - Bundespräsident Joachim Gauck wurde von dieser Schaufel aber nur gestreift. Mit Bundes-Jochens Satz "Unser Herz ist weit, doch unsere Möglichkeiten sind endlich" konnte Merkel offenbar so viel anfangen wie die Flüchtlinge, die um ihr Leben rennen.
Die Reden des Bundespräsidenten kommentiere sie "grundsätzlich nicht", sagte Merkel, Gauck habe die "Macht der Worte", sie dagegen tue etwas. Die Reden von Bundes-Jochen nicht kommentieren, ist - so die Bundeskanzlerin - "guter Brauch zwischen den Verfassungsorganen". Zu Deutsch: einfach ignorieren.
Das ist sicherlich eine gute Entscheidung. Das Gedicht "Unser Herz ist weit" sollte dieser Staatsoberhaupt-Darsteller noch ein wenig umschreiben, dann kann er es in ein paar Wochen bei irgendeiner Weihnachtsfeier vortragen.
Donnerstag, 25. Juni 2015
Pferd oder Marzipan
Bundes-Jochen und Staatsoberhaupt-Darsteller Gauck hält das deutsche Volk für zu naiv und lehnt deshalb Volksabstimmungen ab. Das hat dieser ehemalige Zonen-Pastor nicht in Deutschland gesagt, sondern in der Schweiz, weil Gauck immer genau weiß, was wo garantiert nicht ankommt. Wie jetzt auch ein Bild bei Queen Elizabeth II.
Dieses Bild der Malerin Nicole Leidenfrost ist so naiv wie nach Auffassung von Gauck das deutsche Volk. Die Königin warf einen Blick drauf und fragte: "Ist das nicht eine etwas merkwürdige Farbe für ein Pferd?" Ihr Mann hatte sich da schon abgewandt.
Die nächste Elizabeth-Frage warf den Staatsoberhaupt-Darsteller fast aus dem Sattel. Die Königin erkundigte sich nach dem Mann auf dem Bild: "Und das soll mein Vater sein?" Auf diese Frage reagierte der ehemalige Zonen-Pastor so originell wie sonst nur seine Reden über die Rolle Deutschlands sind: "Erkennen Sie ihn denn nicht?"
Da erkannte die Königin, dass sie mit ihren Untertanen so viel Glück hatte wie sie mit Gauck niemals hätte. Was ihr noch klarer wurde, als der Staatsoberhaupt-Darsteller sich völlig vergaloppierte: "Wenn Ihnen das Bild nicht gefällt, haben wir ja immer noch Lübecker Marzipan."
Die Königin ist bald wieder weg, Gauck haben wir noch ein paar Jahre. Deswegen mag man not amused sein, aber dieser ehemalige Zonenpastor ist auch nur unfreiwillig komisch.
Freitag, 20. März 2015
Mit der Schweiz
Hätte er doch lieber eine Toblerone genascht - statt auch noch die Schweizer vernaschen zu wollen. Die lassen sich aber von Joachim Gauck, in Berlin ansässiger Staatsoberhaupt-Darsteller, nicht vernaschen, zeigt ein Blick in den "Tagesanzeiger".
"Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck zeigte bei seinem heutigen Besuch in der Schweiz zwar Verständnis für das Schweizer Ja zur Zuwanderungsinitiative. Er sehe aber auch Nachteile in der direkten Demokratie, sagte er nach Gesprächen mit dem Bundespräsidenten Didier Burkhalter.
«Die direkte Demokratie kann Gefahren bergen, wenn die Bürger über hochkomplexe Themen abstimmen», sagte Gauck an der Medienkonferenz im Landgut Lohn in Kehrsatz. Er sei ein überzeugter Unterstützer der repräsentativen Demokratie, mit der Deutschland «sehr gut fährt».
Gauck sagte weiter, er könne sich nicht vorstellen, wie ein Land, das so europäisch sei und so viele verschiedene Kulturen in sich vereine wie die Schweiz, sich von der EU distanzieren wolle. Die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU sollten gestärkt, nicht geschwächt werden."
Der Gauck-Reihe nach: Dass die Schweizer per Zuwanderungsinitiative die Einwandung des deutschen Staatsoberhaupt-Darstellers verhindern wollen, ist verständlich. Geringqualifizierte mögen die Eidgenossen nicht. Dass Gauck nicht will, dass Bürgerinnen und Bürger über "hochkomplexe Themen" abstimmen, ist ebenfalls verständlich. Niemand soll schließlich erfahren, dass jede Bürgerin und Bürger klüger ist als der in Berlin ansässige Staatsoberhaupt-Darsteller. Das beweist das für Gauck zu hochkomplexe Volk auch bei der Ablehnung von Auslandseinsätzen der Bundeswehr.
Genau: Die will der Staatsoberhaupt-Darsteller. Auf Schweiz komm mit raus.
Dienstag, 3. März 2015
To not think twice
Der "Bild" ihr Bundespräsident soll einen Maulkorb bekommen. Der "Bild" ihre Redaktion liegt das Gutachten vor. Zu dem niemand Stellung nehmen will. Nur die "Bild", die ihren Bundespräsidenten "herrlich" findet. Der habe sich bei "Bild" eine zweite Amtszeit verdient. Wegen der vielen schönen Schlagzeilen und der tollen Fotos. Die nur für die "Bild" sind, weil Joachim Gauck der "Bild" ihr Bundespräsident ist.
Was eigentlich gar nicht betont werden muss. Der "Bild" ihr Bundespräsident ist für Auslandseinsätze der Bundeswehr, so lange Gauck nicht selbst daran teilnehmen muss. Und seit der Gedenkfeier zur Bombardierung Dresdens wissen wir auch, dass der "Bild" ihr Bundespräsident auch ohne Gnade der späten Geburt gnädig sein kann mit Angreifern, die das Völkerrecht brechen, weil - wie der "Bild" ihr Gauck so schön gesagt hat - ein Land, das einen Krieg anzettelt, einfach damit rechnen muss, dass irgendwann Kinder in die Luft fliegen und elend krepieren. Steht schon so in der Bibel von der "Bild" ihr Bundespräsident.
"Auge um Auge, Zahn um Zahn"...Der "Bild" ihr Bundespräsident mag das Alte Testament, der Bundesrepublik Deutschland ihr Grundgesetz mag ihm weniger...Der "Bild" ihr Nicht-Bundespräsident Gustav Heinemann hat mal gesagt, dass Frieden der Ernstfall sei. Da ist der "Bild" ihr Bundespräsident Gauck anderer Meinung.
Mittwoch, 3. September 2014
Einer nicht sprachlos
Zu den jüngsten Ausführungen des Staatsoberhaupt-Darstellers Joachim Gauck fällt mir nichts mehr ein. Einem Satiriker ist jedoch etwas eingefallen. Die Idee finde ich gut:
Berlin (hw) – Nun will er vorangehen. Bundespräsident Joachim Gauck teilte am Rande der Gedenkfeier zum Beginn des zweiten Weltkriegs in Danzig mit, dass es nun an der Zeit sei, etwas nachzuholen, was ihm bisher verwehrt geblieben war. „Aufgrund meines Theologiestudiums musste ich zum Glück keinen Dienst in der NVA leisten. Und nach der Wende ließen es meine Ämter nicht zu, mich militärisch ausbilden zu lassen. Aber nun, angesichts der verheerenden Lage mit vielen Brennpunkten in der Welt, sehe ich es als meine Pflicht an, auch meinen Beitrag zu leisten."
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